Dekarbonisierung im Detail

Was die größte Herausforderung der Menschheit für die Vermögensanlage bedeutet.

2019 M03 4

25 minuten

Was die größte Herausforderung der Menschheit für die Vermögensanlage bedeutet.

Kurzüberblick

  • Die Menschheit steht vor einer beispiellosen Herausforderung: dem schnellen Übergang zu CO2-freiem Wachstum mit weniger Treibhausgasen und der Aussicht auf mehr Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit.
  • Die Welt befindet sich am Anfang der dritten Energiewende – eines recht schnellen Wechsels zu CO2-armen Energien. Bei der weltweiten Elektrifizierung dürften Solar- und Windenergie zu den wichtigsten und mit Abstand wirtschaftlichsten Energiequellen werden.
  • Dies hat weitreichende Folgen – für die Gesellschaft, jeden einzelnen Menschen und für Investoren. Für sie gibt es neue Risiken und Chancen, zumal Private Capital bei der Energiewende eine wesentliche Rolle spielen wird. Dekarbonisierung ist heute ein zentrales Investmentthema.
  • Investoren brauchen einen Rahmen und die passenden Instrumente, um diesen Wandel erfolgreich zu handhaben. Sie müssen die Auswirkungen der Energiewende auf Wirtschaft, Anlageklassen und Einzeltitel genau verstehen, um ihre langfristigen Ziele zu erreichen.
  • Unsere Reihe Energie 3.0 möchte interessierten Investoren eine Orientierung geben.

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Der Klimawandel ist eine existenzielle Herausforderung, eine der größten Prüfungen aller Zeiten für die Menschheit. Nach Einschätzung des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), einer UN -Organisation zur Analyse von Forschungsergebnissen zum Klimawandel, hat die Menschheit nur noch bis 2030 Zeit, die CO2 -Emissionen drastisch zu senken. Außerdem empfiehlt der IPCC eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5° C statt 2° C.

Warum ein Zielwert von 1,5° C statt 2° C?

Source: IPCC Report, October 2018


In dem im Oktober 2018 vorgelegten Bericht heißt es weiter, dass wir bei den derzeitigen Emissionen zwölf Jahre Zeit haben, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden – eine ausreichende Dynamik vorausgesetzt. Optimistisch stimmt hingegen, dass wir dem Bericht zufolge schon heute über die für eine Klimawende nötigen Technologien verfügen und eine solche Wende zu einer nachhaltigeren und gerechteren Gesellschaft führen kann. Neben Technologie brauchen wir aber auch Entschlossenheit. Hier sehen wir ein Hindernis, wenn selbst Länder wie Deutschland und Frankreich, die das Thema ernst nehmen, die Emissionsziele der Pariser Vereinbarung 2020 voraussichtlich verfehlen.

Jeder soll sich um des Gemeinwohls Willen dieser Herausforderung annehmen.

Das Wesen der aktuellen Umweltherausforderungen

Der natürliche Klimawandel ist so alt wie die Erde. Er ist die Folge der langsamen Schwingungen des ökologischen Pendels. Die menschliche Entwicklung seit dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren fiel in eine Zeit recht günstiger Klimabedingungen. Heute ist man sich aber weitgehend einig, dass durch die Industrialisierung und das schnelle Bevölkerungswachstum nicht mehr die Natur, sondern der Mensch hauptverantwortlich für den Klimawandel ist. Die Selbstheilungskräfte der Erde und die Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme, von denen alle Lebensformen auf der Erde abhängen, reichen nicht mehr aus.

2009 haben Forscher unter der Leitung von Rockström und Steffen neun rote Linien identifiziert, die nicht überschritten werden dürfen, damit die Menschheit überleben kann. Dazu zählen Grenzwerte für den Ozonabbau und die Übersäuerung der Meere. Das heutige, ökologisch nicht nachhaltige Wirtschaftsmodell kann bewirken, dass diese roten Linien überschritten werden. Dies hätte fundamentale Auswirkungen auf das Leben auf der Erde. Viele der roten Linien hängen miteinander zusammen, doch entscheidend ist der menschengemachte Klimawandel: der langfristige Anstieg der durchschnittlichen Erdoberflächentemperatur aufgrund steigender CO2 -Emissionen.

Neun rote Linien für die Erde



Quelle: Rockström und Steffen, Januar 2015
* Keine weltweiten Angaben.

Die Herausforderung für die Menschheit ist, möglichst schnell für ein CO2 -freies Wachstum zu sorgen, damit die klimaschädlichen Emissionen zurückgehen. Eine kluge Energiewende hin zu erneuerbaren Energien könnte den Lebensstandard in den Industrieländern weiter steigen lassen und den Menschen in den Entwicklungsländern helfen, zu den Industrieländern aufzuschließen.

Es gibt durchaus Präzedenzfälle für eine solche fundamentale Energiewende. Sowohl der Wechsel von Holz zu Kohle als auch später der Wechsel zu Öl und Gas als wichtigste Energiequellen sorgten für hohes Wirtschaftswachstum und eine steigende Energieintensität.

Erstmals in der Geschichte der Menschheit ist eine Energiewende aber jetzt durch den Umweltschutz und nicht durch Kostensenkungen oder die Energiedichte motiviert. Das Bemühen um mehr Nachhaltigkeit ist der Treiber des Übergangs zu erneuerbaren Energien. Hinzu kommt, dass die Energiewende vielfältige Anlagemöglichkeiten bietet. Man kann sein Portfolio so ausrichten, dass es finanzielle und ökologische Ziele gleichermaßen erfüllt.

Die Energiewende kann man nicht allein der Politik überlassen

Den Regierungen kommt bei der Energiewende eine wichtige Aufgabe zu. Sie haben es aber nicht leicht, wenn sie Innovationen fördern und für die richtigen Anreize zum Aufbau wenig CO2-intensiver Industrien sorgen wollen. Einerseits müssen sie das Verbraucherverhalten ändern, andererseits dürfen sie aber die Steuern nicht zu stark erhöhen und keine Arbeitsplätze gefährden. Drohende Arbeitsplatzverluste haben in Frankreich und Mittelamerika große soziale Unruhen ausgelöst.

In Westeuropa fanden an mehreren Wochenenden in Folge Demonstrationen gegen den Klimawandel (London), aber auch Protestaktionen gegen hohe Benzinpreise statt (Frankreich). Dies zeigt die politischen Risiken auf beiden Seiten. Letztlich haben die Regierungen aber nicht die Mittel zur Finanzierung der Energiewende, und es mangelt ihnen auch an der gesellschaftlichen Akzeptanz, um die sozialen Kosten tragen zu können. Sie müssen für eine „gerechte Energiewende“ sorgen, die die Kosten nicht jenen auferlegt, die sie sich am wenigsten leisten können.

Vor diesem politischen Hintergrund wird immer klarer, dass der private Sektor – technologische Innovatoren auf der einen Seite und Investoren auf der anderen – die Energiewende voranbringen muss. Regierungen und Aufsichtsbehörden werden Teil der Lösung sein, doch privates Kapital muss dringend in jene Unternehmen, Branchen und Organisationen geleitet werden, die für technischen Fortschritt und Verhaltensänderungen sorgen können.


Die drei Energiewenden




Quelle: Hannah Richie und Max Roser, Energy Production and Changing Energy Source,
www.ourworldindata.org, August 2018

Warum Dekarbonisierung jetzt ein zentrales Investmentthema ist

1. Technischer Fortschritt und fallende Kosten

Neue, kosteneffizientere Technologien haben dafür gesorgt, dass Solar - und Windenergie jetzt oft billiger als die alten Primärenergiequellen sind, insbesondere als Kernkraft und Kohle. Wegen der derzeitigen Wirtschaftlichkeit der erneuerbaren Energien ist eine weitere und schnellere Dekarbonisierung ökologisch und moralisch geboten. Zweifellos müssen die Preise weiter fallen, damit erneuerbare Energien noch wettbewerbsfähiger werden. Der amerikanische Physiker Robert Muller sagt: „Was nicht rentabel ist, ist nicht nachhaltig.“ Ohne staatliche Subventionen ist Kernkraft nicht mehr rentabel, aber Solar- und Windenergie brauchen mittlerweile keine öffentliche Unterstützung mehr. Im Schnitt ist Elektrizität aus Solar - und Windkraft heute billiger als Elektrizität aus Kohle. 2024 werden die Kostenvorteile von Solar - und Windenergie gegenüber Kohle noch größer sein, und die erneuerbaren Energien dürften dann billiger sein als Erdgas.

2017 ggü. 2024: Durchschnittliche Kosten der Elektrizitätserzeugung (USD je MWh*)

Quelle: BNEF New Energy Outlook, 2018
* Auf die berücksichtigten Länder (China, Deutschland, Indien, USA) entfallen
50% der weltweiten Elektrizitätsnachfrage.


2. Verbreitung erneuerbarer Energien

Im Jahr 2000 entfielen gerade einmal 0,2% des weltweiten Energieverbrauchs für die Elektrizitätserzeugung auf Solar - und Windenergie. 2012 stieg der Anteil auf 2%, 2017 dann auf 7%. Zu diesem Zeitpunkt entfielen fast zwei Drittel der neuen weltweiten Energiekapazitäten auf erneuerbare Energien, wobei vor allem Asien für zusätzliche Nachfrage sorgte. Da immer weniger Energie aus Kohlenwasserstoffen gewonnen wird, dürften die erneuerbaren Energien 2020 über 100% des Anstiegs der weltweiten Nettokapazität ausmachen.


2050 dürften erneuerbare Energien (Solar- und Windenergie) den Energiemix dominieren


Quelle: BNEF New Energy Outlook, 2018

Mit 7% Anteil an der Elektrizitätserzeugung haben Solar - und Windenergie jetzt jene kritische Masse überschritten, die wir bei 5% Marktanteil ansetzen. Es brauchte etwa 50 Jahre, bis der Anteil der neuen Energiequellen (erst Kohle, dann Öl) an der Gesamtenergieversorgung von 5% auf etwa 50% stieg. Bei Kohle war dies die Zeit von 1850 bis 1900, bei Öl die Zeit von 1920 bis 1970. Beide Male hatten die Massenverkehrsmittel ihrer Zeit wesentlichen Anteil am raschen Wachstum: Kohle bei Eisenbahnen, Öl beim Straßenverkehr.

Um klarzustellen: Die Angaben zu den ersten beiden Energiewenden beruhen auf Veränderungen der Marktanteile der Primärenergie (also der noch nicht weiterverarbeiteten Energieträger). Die dritte Energiewende wird an den Marktanteilen der Energiequellen für die Strom oder Elektrizitätserzeugung festgemacht. Der Vergleich ist daher nicht ganz konsistent, aber doch informativ. Die Fokussierung auf die Elektrizitätserzeugung ist aufgrund der schnellen Elektrifizierung der Weltwirtschaft heute relevanter. Die Elektrifizierung (des Verkehrs und der Wärmeerzeugung durch erneuerbare Energien) wird dazu beitragen, dass die Elektrizitätserzeugung den größten Anteil am Primärenergieverbrauch haben wird.


3. Immer mehr Elektroautos

Die Produktion von Elektrofahrzeugen dürfte in den Jahren 2019/2020 enorm steigen, da wichtige Automobilhersteller nicht mehr allein auf den Verbrennungsmotor setzen. China steht bei dieser Transformation an der Spitze und produziert heute über 50% der Elektrofahrzeuge weltweit.

Etablierte Hersteller stoppen die bislang üblichen hohen Investitionen in die Weiterentwicklung von Verbrennungsmotoren zugunsten von mehr Investitionen in die Elektromobilität. Die für 2019 und 2020 geplanten Markteinführungen neuer Elektroautos zeigen, dass man von einer raschen Elektrifizierung der Flotten ausgeht.


Bis 2025 geplante neue Elektrofahrzeuge  Quelle: Wolfe Research, Autos & Auto Parts Initiation, Oktober 2018



4. „Schönes China“

Unter Präsident Xi ist China fest entschlossen, bei den erneuerbaren Energien weltweit führend zu werden. Die „Schönes -China“ -Politik wurde auf dem 19. Parteikongress im Oktober 2017 bekannt gegeben. Außerdem nennt der „Made- in -China -2025“ -Plan erneuerbare Energien und Elektroautos als zwei der zehn technologischen Prioritäten.

Dieser Politikwechsel hatte enorme Auswirkungen. 2017 entfielen 40% des weltweiten Zuwachses bei erneuerbaren Energien auf China, und schon damals wurde das im 13. Fünfjahresplan formulierte Ziel für die Solarenergiekapazität im Jahr 2020 überschritten. Die Internationale Energieagentur (IEA), eine weltweite Energiebehörde, rechnet damit, dass China sein Windkraftziel schon 2019 überschreitet.


In Chinas „New-Policies“-Szenario wird der wachsende Energiebedarf zunehmend durcherneuerbare Energien gedeckt; Öl und Gas werden Marktanteile verlieren

Quelle: IEA World Energy Outlook, November 2017

China bleibt zwar stark von fossilen Energiequellen abhängig, insbesondere von der Kohle, deren installierte Kapazität 2017 um 39 GW stieg – vor Windenergie mit 20 GW, aber hinter Solarenergie mit 53 GW. Die alte Politik, in der das Wachstum der Industrie Vorrang vor der Umwelt hat, gehört aber mehr und mehr der Vergangenheit an. In wichtigen Metropolregionen sind Luftverschmutzung und Umweltschäden – sowie deren gesundheitliche Risiken – so schlimm, dass dies sogar die Legitimität der regierenden Kommunistischen Partei infrage stellt.

Was bedeutet dies für Investoren?

Investoren sind mächtig und denken langfristig. Weltweit verwalten Pensionsfonds ein Vermögen von über 41 Billionen US -Dollar*, und der internationale Publikumsfondsmarkt ist mit 53 Billionen US -Dollar** sogar noch größer. Staats - und Pensionsfonds haben Strategien entwickelt, um mit ihrer Asset -Allokation längerfristige systemische Themen aufzugreifen. Sie brauchen ertragsstarke Anlagen, um ihre langfristigen Verpflichtungen erfüllen zu können. Doch Klimaherausforderungen (sowie andere ESG -Themen) schaden zunehmend den Erträgen. Folglich haben so viele Pensionsfonds wie noch nie weltweit ESG- Richtlinien entwickelt und erwarten, dass ESG in den gesamten Investmentprozess integriert wird. Die meisten dieser Aktivitäten sind freiwillig, doch die Aufsichtsbehörden verlangen immer häufiger Mindeststandards, denen zufolge die Investoren alle Risiken beachten müssen, auch ESG- Risiken.

Ein Investmentmanager hat eine Treuhandpflicht; er muss das Vermögen seiner Kunden erhalten und mehren. Ein Investmentansatz, der Nachhaltigkeitsfaktoren außer Acht lässt – etwa Klimaüberlegungen –, erfüllt diese Verpflichtung vermutlich nicht.

Investmentrichtlinien müssen die Folgender Erderwärmung berücksichtigen


Der erste Schritt zur Optimierung eines Investmentportfolios angesichts der Energiewende besteht darin, die Herausforderungen und die überall erforderlichen Veränderungen zu erkennen. Nötig sind belastbare Investmentrichtlinien und Ziele, die den Folgen der Erderwärmung Rechnung tragen. Sie müssen so flexibel sein, dass sie mit Veränderungen der Weltwirtschaft zurechtkommen. Von Investmentmanagern wird dreierlei verlangt:

  1. Dialog mit Aufsichtsbehörden und politischen Entscheidern sowie Einflussnahme auf die Entwicklung von Vorschriften zur nachhaltigen Zukunft des Investierens.
  2. Treuhänderische Verantwortung zur Förderung einer optimalen Nachhaltigkeitspraxis bei öffentlichen und privaten Wertpapieremittenten.
  3. Neueinschätzung des Risiko -Ertrags -Profils von Investmentportfolios, um die Herausforderungen und Chancen der Dekarbonisierung besser abzubilden.

Natürlich ist die Welt von morgen in den Wertpapierkursen von heute bereits enthalten. Das gilt – nach vielen enttäuschten Hoffnungen – auch für unsere dekarbonisierte Zukunft.

Ein Entscheidungsrahmen für eine dekarbonisierte Welt

Es wäre zu einfach, Anlageentscheidungen nach dem Orwell’schen Motto „Kohle ist schlecht, erneuerbare Energien sind gut“ zu treffen. Dekarbonisierte Portfolios erfordern ein Verständnis für die genauen Auswirkungen der Energiewende auf Wirtschaft, Anlageklassen und Einzelwerte. Einige CO2-abhängige Aktiva werden kurzfristig wichtig bleiben; ihre Bewertungen müssen dies widerspiegeln. Analog dazu werden erneuerbare Energien nicht vor Hypes und den damit verbundenen Bewertungsverzerrungen gefeit sein. Es wird grüne Preisblasen geben, und sie werden auch platzen.

Unsere Reihe Energie 3.0 möchte Orientierung geben, ausgehend von der Relevanz der Themen, dem Zeitraum, in dem bestimmte Aktiva voraussichtlich betroffen sind, und den bewertungsrelevanten Faktoren. Man muss neu denken und braucht neue Ansätze, um das Anlageuniversum mit Erfolg zu nutzen.

Die Klimaherausforderungen, die Energiewende und die mögliche Rolle von Investoren bei der Umleitung von Kapital in CO2-arme Technologien und Praktiken sind ohne Beispiel. Kein Problem ist unlösbar, wenn alle jetzt handeln. Für Investoren bedeutet dies, dass sie ihre Anlagen schnell überdenken und die Gewichtungen von Kohle und erneuerbaren Energien anpassen müssen.


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* Quelle: Willis Towers Watson, Stand Ende 2017.
** Quelle: ICI Global, Juni 2018
1. Fußnote: Climate Action Network Europe

Verfasst von

Tom Nelson

Head of Natural Resources

Philip Saunders

Co-Head of Multi-Asset Growth

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